Gerade eben habe ich einen 53 jährigen Mann aus Vlbg. In die Meditation eingeführt – in die Transzendentale Meditation. Er hat viele Jahre Zen Meditation geübt und ich habe mich über seine aufrechte Haltung gewundert, die mich beeindruckt. Wie ich ihn darauf angesprochen habe, hat er gemeint, dass er dieselbe der Zen Meditation verdankt.
Zen Meditation konzentriert den Geist auf eine Sache, auf ein Licht, eine Wand, einen Tisch, egal, was auch immer. Sie hält unsren Geist aktiv und wach. Schweift der Geist ab, wird er zurück geholt. Transzendiert er zufällig (gerät er in feinere Bereiche unseres Bewusstseins), wird er auch wieder auf die Sache fixiert. Zen Meditation hat ihren Wert, ist jedoch anstrengend und mühevoll.
Transzendentale Meditation unterstützt die Tendenz des Geistes, dort hin zu gehen, wo es angenehm und erfüllend ist. Und sie funktioniert. Sie wird mühelos und leicht ausgeübt. Hat doch kaum jemand die Kraft, sich nach getaner Arbeit nochmals anzustrengen. Wir laden sozusagen unsere Baterie mittels einer mühelosen Technik wieder auf und haben noch was von unserem Feierabend, können ihn geniessen.
Dieser Herr aus Vlbg. Hat die TM erlernt und war überrascht, wie mühelos sie funktioniert und wie leicht er in feinere Bereiche seines Bewusstseins eintauchen konnte. Er meditiert in der Bahn, in Arbeitspausen, wann immer er Lust und Zeit hat. Es ist schön zu sehen, wie die Schüler schon in den ersten Tagen des Erlernens Fortschritte machen und selbständig meditieren.
Guru
In unserer westlichen Welt ist es von grossem Wert, den eigenen Professor zu kritisieren, ihn in Frage zu stellen bzw. zumindest das, was er lehrt.
In der fernöstlichen Welt wird der Meister nicht in Frage gestellt, wenn doch, sägt der Schüler am eigenen Ast und beraubt sich dadurch der Fähigkeit, sich auf die Bewusstseinsebene des Meisters zu erheben. Hierzu eine schöne Geschichte:
Ein Junge aus gutem Haus in Indien erlebte das Sterben des über alles geliebten Grossvaters. Dieses Erlebnis machte ihn zutiefst traurig und zeigte ihm die Endlichkeit des Lebens auf. Er beschloss, sein Elternhaus zu verlassen, obwohl er gerade eben erst acht Jahre alt, einem Mädchen versprochen drei hätte werden sollen. Seine Mutter liess ihn erst dann ziehen, wie er ihr versprach, dass er keinesfalls ein Bettelmönch werden solle. So zog er los, entlang des Ganges Richtung Norden. Drei Tage und drei Nächte zog er fort, bis ihn ein Polizist antraf und ihm ein Glas Milch anbot, da er sah, dass der Junge Hunger hatte. Was machte das Kind? Zuerst schüttete er das halbe Glas Milch in den Ganges aus Dankbarkeit dafür, dass der Fluss ihn drei Tage und drei Nächte mit seinem Wasser genährt hat. Erst dann trank er das Glas Milch leer. Die Legende sagt, dass dieses Kind ein grosser Meister wurde und auch in den entferntesten Wäldern immer genug zu Essen und zu Trinken bekam.
