<strong>Günther Greussing</strong>

Günther Greussing

Ausbildung
- 1973 in Innsbruck Meditation erlernt
- 1985 die Ausbildung zum Meditationslehrer abgeschlossen
- 2 monatlicher Meditationsaufenthalt in Indien

Erfahrung
- Über 30 Jahre Erfahrung als Meditationslehrer
- Über 300 Leute in die transzendentale Meditation eingeführt
- Regelmässig TM praktizierend

Über mich
Mein Lieblingsbuch: Hundert Jahre Einsamkeit
Meine Lieblingsmusik: Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart
Mein Lieblingsschriftsteller: Stefan Zweig
Mein Lieblingsurlaubsort: Nenzinger Himmel
Meine Lieblingssport: Fussball

Als Kind war ich ängstlich, schüchtern, unsicher und litt unter starkem Heimweh. Der Ruf, weinerlich zu sein, eilte mir voraus und ich kann mich noch gut an eine Episode in der Schule erinnern, die mich ganz schön mitgenommen hatte: Unser Religionslehrer rief mich aus heiterem Himmel zu sich nach vorne und sagte zu mir: «Ich zähle jetzt bis drei. Bei drei fängst du an zu weinen.» Er zählte bis drei und ich gehorchte, weinte auf seinen Befehl, den Mitschülern zugewandt.

Ich war ein stiller, braver Schüler, wurde älter, machte die Matura und fing an zu studieren. In mir spürte ich den Wunsch nach einem Lehrer, nach einem persönlichen Meister, war ich doch eher enttäuscht von den Professoren und Lehrer, die ich bisher erlebt hatte. Eines Tages besuchte ich in Innsbruck auf der Uni einen öffentlichen Vortrag über die transzendentale Meditation, erlernte diese Entspannungsmethode im April 1973 und meditiere seither zweimal täglich.

Das Meditieren ist einfach wunderbar. Ich kann immer wieder zu mir zurückfinden, von der täglichen Aussenwelt sozusagen Urlaub machen und Kraft und Energie sammeln. Es ist wie das Aufladen einer Batterie, um hernach den Alltag leichter und besser bewältigen zu können.

Ich erinnere mich gerade jetzt an eine Geschichte von Ghandi, der von einer Mutter und ihrem Sohn eines Tages Besuch bekam. Die Mutter bat Ghandi, ihrem Sohn doch zu sagen, dass er weniger Süssigkeiten essen solle. Ghandi antwortete darauf: Kommt in einer Woche wieder. Nach einer Woche kamen Mutter und Sohn nochmals auf Besuch und Ghandi sagte zu dem Burschen: «Iss weniger Süssigkeiten.» Die Mutter fragte daraufhin Ghandi, weshalb er dies nicht schon vor einer Woche zu ihrem Sohn gesagte habe. Darauf meinte Ghandi: «ich selbst musste vorher mit dem Essen von Schokolade aufhören.»

Ich kann dann etwas lehren, wenn ich das zu Lehrende selbst auch für mich praktiziere. Sonst ist es Wasser predigen und Wein trinken, wie man so sagt.

Um ehrlich zu sein, praktizierte ich die ersten fünf Jahre die TM nicht völlig regelmässig. Die letzten 40 Jahre aber schon. Und mich kann heute kaum mehr was aus der Ruhe bringen. Nehmen wir doch die kraftvolle Stille aus der Meditation mit hinein in unser tägliches Leben.

Ich bin sehr froh darüber, dass ich vor 45 Jahren die TM erlernt habe und möchte als TM-Lehrer diese Erfahrung von und dieses Wissen an interessierte Menschen weiter geben, damit sie sich mehr an ihrem Leben erfreuen können.